Thursday, 11 June 2009

You have no option.

My best is not an option
My best is an excuse
My best is an elastic band
With no particular use

My goal is miles away it seems
I look up to the sky
From underneath the darkest cloud
Whilst living in a lie

I trip up on the pavement
And scuff my brand new soul
Whilst you are dancing in the road
And I'm left in the cold

I'm stuck behind this mask again
The one I made myself
I'll wear it now until I win
And leave it on the shelf


I randomly wrote this today. I mean 'spur of moment' random. I had a feeling and I roooolled with it. I don't really want to say too much about it, as part of the appeal of poetry in general is the fact that anyone can interpret it however they wish to...unless it's the wrong interpretation. Ha...what a contradiction. I'm sorry, you may indeed make of it what you wish. Why did I say that? You don't need my permission.

TTFN,

Holly xxxxx

8 comments:

LarryC said...

Wow! And I thought 'Impossible' was a challenge...

Wolfgang said...

Back from Ireland now, I'm seeing Germany with different eyes. It's the old foreground-background story, annoying a n d helpful. I wrote your last poem, which is beautiful and also depressing, showing you in a state of extreme vulnerability. Sylvia Plath used nearly the same words as you in your comment, after she had written “How frail the human heart must be --a mirrored pool of thought...”
Ich trau' mich zu wetten, dass Du Dein geliebtes Inselchen bald verlassen wirst, es wird vielleicht eine Flucht sein und mit Sicherheit ein Flug. Und du k a n n s t fliegen!!!

LarryC said...

Poetry might as well be 'Greek to me', and surely I do not know about reading it but I will admit one thing. This leaves me feeling very uneasy for some reason.

Anonymous said...

Self-doubt at a stressful exam time maybe Larry - too many decisions to make! Let's hope a gap year be a great rest and 'sorting out' year :)

Wolfgang said...

Oops, habe natürlich Dein Gedicht gelesen und nicht geschrieben. Sorry!!! Komme mir auch manchmal vor wie Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften" vor.

Wolfgang said...

Gedichtsinterpretation zu „You have no option“

Ich werde mich im Folgenden nicht an die Regeln einer Gedichtsinterpretation halten, nein, ich werde hier meinen Gedanken und Gefühlen folgen und versuchen dieses Gedicht in einem Kontext mit anderen Gedichten, Liedern und Kommentaren der Autorin zu sehen.
Was finden wir vor:
Vier mal vier Zeilen, in denen es um die Beschreibung eines Zustandes des Gebundenseins an etwas geht. Dieses Etwas ist gegenwärtig nicht auflösbar. Nehmen wir andere Gedichte und Liedertexte zur Hilfe, so scheint die Autorin auf etwas Dunkles, Unheimliches hinweisen zu wollen, das ihr Leben einengt, das manchmal das Gesicht einer Amputation trägt, manchmal das eines schwülen unaussprechlichen Geheimnisses oder einer „Schuld“.
Wir spüren nahezu körperlich, wie sehr dieses Etwas an ihrer Seele nagt und diese junge, sehr begabte Künstlerin hindert, sich den Freiraum zu schaffen, den sie für ihre volle Entfaltung benötigt.
Da ist ein elastisches Band, welches, so spekulieren wir, welches sie immer wieder in eine alte Position zurückzieht. Da ist folgerichtig das Fehlen einer Option und eines Zieles, d.h. nichts Anderes als ein Gekettetsein an eine Realität, auf Kosten von Möglichkeit (die Autorin verwendet den Begriff „option“im Singular).
Ist sie auf ihrer Insel gefangen, liegt sie in einem elterlichen Kuchensarg begraben, scheut sie sich ihre Flügel auszubreiten und zu fliegen? Warum bindet sie sich an einen Schulchor zurück und lässt die Schule nicht bald als abgeschlossenes Kapitel hinter sich? Wir wissen es nicht. Sie beneidet die Anderen ob ihrer Unbeschwertheit.
Einige ihrer Gedichte geben uns weitere Hinweise: In ihnen geht es um Zufriedenheit und Harmonie. Man fühlt sich an Zuckerguss erinnert, wenn Holly Kirby diese Begriffe verwendet. Wobei wiederum ihre Liebe zur Biologie und Natur echt erscheint; aber flüchten wir nicht oft in die Nähe anderer Lebewesen und in die Reiche unserer Fantasie, wenn sich menschliche Beziehungen als brüchig oder gefährlich erweisen?
Am Ende finden wir ein Aufbäumen gegen das scheinbar Unentrinnbare. Das Ablegen der Maske und ein Sieg werden angekündigt. Wie das geschehen soll, bleibt vorerst für den Leser im Dunklen.

Wolfgang said...

What would it mean, saying: We are men or women without properties? This is a very important question. Is there anybody out there to make us hole? Someone, who is like a twin. One, who is reflecting us selflove("Eigenliebe") It cannot be commanded, that's for sure. I dicovered this by intuition after hearing your songs, a voice inside me said: "Mann ohne Eigenschaften" and I knew, that there is a book with this name, written by Robert Musil an Austrian, at the beginning of the last century. Then I discovered podcasts of the internet of this giant opus, 20 hours long. I dived into it and I'm still diving. There was nothing strange in this book, it was like coming home. It sounds miraculous and it is.

Wolfgang said...

"Jede Ordnung ist irgendwie absurd und wachsfigurenhaft, wenn man sie zu ernst nimmt, jedes Ding ist ein erstarrter Einzelfall seiner Möglichkeiten. Aber das sind nicht Zweifel, sondern es ist eine bewegte elastische Unbestimmtheit, die sich zu allem fähig fühlt."
MoE rororo S.1509